Immer professionell und zuverlässig

Wenn professionelle Fotografen auf Partys die Feiernden ablichten, sind sie meist von emsn beauftragt worden. Für unsere Kunden liefern wir jede Woche umfangreiche Fotodokus, die anschließend im Web bewundert werden können. Wie laufen solche Events aus Sicht des Fotografen genau ab?


Unser Kollege Daniel Wannewitz hat neben seiner Tätigkeit in der Tech-Unit von emsn noch ein zweites Standbein: die Fotografie. Dieses setzt er unter anderem für das Infotainmentportal nordbuzz ein und ist am Wochenende im Nachtleben unterwegs. Als Vater zweier Kinder ist das kein leichter Job, wie er unter anderem im Rahmen unserer Serie „Was machen wir eigentlich“ verrät.
 
Wie läuft ein Abend im Auftrag von nordbuzz konkret ab?
Ich weiß oft erst am Dienstag, ob und wo ich am Wochenende für nordbuzz im Einsatz bin. Um die notwendigen Akkreditierungen kümmert sich emsn. Nur selten gibt es mal keine Rückmeldung von Veranstaltern und der Einlass wird zum Glücksspiel. In der Regel haben wir damit aber keine Probleme. Die sonstigen Vorbereitungen sind immer gleich: rechtzeitig vorher das Equipment checken, Akkus laden, Speicherkarten leeren und einlegen, Flyer auffüllen und – wenn wenn notwendig – bestimmte Dokumente für die Akkreditierung ausdrucken und bereitlegen. Am Abend selbst geht es meist nie vor Mitternacht auf Tour. Mit der Zeit kennt man Orte, Zielgruppen und deren bevorzugte Partyzeiten. Hilfreich ist auch, jemanden vor Ort zu haben – zum Beispiel einen der DJs oder den Veranstalter selbst – den man schnell per Whatsapp befragt, ob es schon sinnvoll ist zu kommen, oder man lieber noch eine Stunde wartet. Man will ja keine halbleeren Tanzfläche einfangen, sondern optimalerweise die Party auf ihrem Höhepunkt zeigen.
 
Welches Ziel wann und in welcher Reihenfolge angefahren wird, hängt von vielen Faktoren ab, zum Beispiel, ob es festgelegte Uhrzeiten gibt, die man beachten muss, etwa für Auftritte.
Wenn man mal drei oder mehr Events in einer Nacht abdeckt, kommt man natürlich erst nach Hause, wenn die Sonne fast schon wieder aufgeht. Sofern nicht anders vereinbart, findet die Bearbeitung der Fotos erst nach einer ordentlich dosierten Prise Schlaf statt. Der eigentliche Auftrag ist also keinesfalls mit dem Einpacken der Kamera und Beginn der Rückfahrt getan.
 
Worauf achtest du bei deinen Fotodokus?
Ich versuche, eine gute Mischung der Motive hinzubekommen. Wichtig sind mir die Leute, die abgelichtet werden. Dies geschieht natürlich immer mit Einwilligung und Wissen der Personen. Ich möchte, dass sie sich in dem Moment vor der Kamera gut fühlen, mit dem Ergebnis zufrieden sind – und dies auch noch am Tag nach der Party. Dazu gehört auch, mal ein Bild zu löschen und ein neues Foto zu machen.
 
Welche Herausforderungen gibt es?
Ich versuche, den Abend schon im Vorfeld so gut wie möglich durchzuplanen. Das ist teils schwierig bis unmöglich. Viele Faktoren lassen sich einfach nicht beeinflussen. Manchmal dauert der erste Auftrag einfach etwas länger als gedacht und dann steht man auf dem Weg zum nächsten Event im Stau. Die Herausforderung ist, trotzdem wie immer professionell und zuverlässig zu sein.
 
Gibt es einen Unterschied zwischen normaler und Partyfotografie?
Ja, den gibt es. Ein Beispiel, um dies zu verdeutlichen: Wenn ich als Hochzeitsfotograf unterwegs bin oder für Firmen wichtige Events betreue, arbeite ich fest mit zwei Kameras und habe zusätzlich mindestens ein bis zwei Ersatzkameras gleicher Güte dabei. Dazu kommen viele lichtstarke Festbrennweiten und je nach Anforderung auch mal künstliches Licht in mehrfacher Ausfertigung. Die Datenmengen sind eher nebensächlich und der Kunde zahlt für eine hohe Auflösung. Bei einfachen Eventfotos ist oft das Budget etwas kleiner als bei anderen Produktionen. Daher beschränkt man sich dort vielleicht eher auf eine Kamera sowie ein Zoom-Objektiv. Wenn die Zielauflösung sich eher auf den Web-Bereich oder kleine Abdrucke im Print beschränkt, ergibt es Sinn, die Fotos nicht in der höchsten Auflösung anzufertigen, sondern bereits etwas minimiert. Das spart hinterher Zeit bei der Verarbeitung der Daten. Eins ist jedoch immer gleich: der eigene Anspruch an gute Qualität.
 
Hast du Lieblingsevents?
Persönlich sind aktuell für mich Events optimal, die erst dann beginnen, wenn die Kids im Bett sind. Somit fallen Veranstaltungen am Nachmittag oder frühen Abend meist eher flach.
Außerdem fühle ich mich auf Partys mit elektronischer Musik besser aufgehoben als bei einem Heavy-Metal-Festival. Aber beides ist spannend und kann zu einer guten Veranstaltung werden.
Toll sind natürlich Events, die regelmäßig stattfinden und oft dieselben Leute beziehungsweise die Zielgruppe ansprechen. So werden einige Partys zu einem großen Wiedersehen.
 
Wieviel bist du mit der Kamera unterwegs?
Das schwankt sehr stark. Mal sind es nur zwei bis drei Events und im nächsten Monat stehen 20 oder mehr auf der Liste. Im vergangenen Jahr habe ich für alle meine Aufträge insgesamt knapp 8000 Kilometer im Auto verbracht.
 
Du bist immer unter Feiernden. Fühlen sich die Aufträge wie Arbeit an?
Es ist Arbeit. Das darf man aber nicht falsch verstehen. Ich denke, um ein professioneller Dienstleister im Bereich der Fotografie zu sein, ist genau diese Einstellung der Grundstein.
Dies als Arbeit zu bezeichnen, ist aus meiner Sicht auch nicht schlimm. Denn auch Arbeit kann doch Spaß machen. Und das tut sie auch – sonst würde ich sie so und mit dieser Hingabe sicher nicht ausüben.


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